Der Sixenhof


1984 hat sich der Förderungsverein Achentaler Heimatmuseum konstitutiert. Sogleich wurde mit der Sanierung des Hauses, das seit 1964 der Gemeinde Achenkirch gehört, begonnen. Im September 1987 war dann die feierliche Eröffnung des Heimatmuseums, aber der Verein betrachtet seine Arbeiten noch nicht als abgeschlosssen.

- Die Bauernfamilie beim "Sixen" bzw. "Oberlend" bewirtschaftete das Anwesen am Nordufer des Achensees mit ca. 25 Rindern, einigen Pferden, Schweinen, Schafen, Hühnern, 11 ha Feld, 54 ha Wald, eigener Alm (Kögl), Bergmähdern und Weiderechten.

- Diese Lebensgrundlage bot für die fünf- bis zehnköpfige Familie ausreichenden Unterhalt. Seit der Besiedlung des Achentales durch Bauern aus dem Tegernseer Raum war der bayrische Einhof die vorherrschende Hausform. Wohn- und Wirtschaftsteil (Stall und Stadel unter gleichem Giebel) sind gemauert, das Obergeschoß ist in Holzblockbauweise errichtet.

Tiroler Bergweihnacht

Lebensgroße Figuren und lebende Tiere machen die Bergweihnacht im jahrhundertealten Stall des Sixenhofes zur lebendigen Geschichtsstunde.
25 Minuten lang erzählt eine angenehm sonore Stimme die alpenländische Version von der Geburt Christi.

Kulinarische Heimatverbundenheit genießt der Besucher aus der alten Rauchküche des Tiroler Einhofes: Zelten (spezielles Früchtebrot des heimischen Bäckers) und ein warmes Getränk lassen die Geschichte auf der Zunge zergehen.

Die Eintrittskarte zur Bergweihnacht schließt auch die Türen zu 14 Schauräumen des Heimatmuseums auf.
Hinter einer verbirgt sich die einstige Kammer der Bauersleute mit einem traditionell geschmückten Christbaum und eine der ältesten Krippen des Achentals.